Mission Lifeline hat über 500 Menschen gerettet

ASB unterstützt Menschenretter im Mittelmeer

Täglich setzen Menschen auf der Flucht ihr Leben auf kleinen Booten auf dem Mittelmeer aufs Spiel. Die Organisation „Mission Lifeline - Search an Rescue“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Menschen zu helfen und der Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Hannover-Land/Schaumburg (ASB) hat einen kleinen Beitrag dazu geleistet, die Schiffbrüchigen besser versorgen zu können.

Übergabe Defibrillator Mission Lifeline: SEG-Zugführer Dirk Meinberg (rechts) übergibt ein tragbares Intensivrettungs-System an Leon van Bömmel von der Mission Lifeline

SEG-Zugführer Dirk Meinberg (rechts) übergibt ein tragbares Intensivrettungs-System an Leon van Bömmel von der Mission Lifeline

Bild: Frank Krüger/ASB

Leon van Bömmel von der „Mission Lifeline“ ist zum Kreisverband nach Barsinghausen gekommen um ein tragbares Intensivrettungs-System aus den Händen vom Zugführer der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Dirk Meinberg in Empfang zu nehmen. Das Gerät stammt aus den Beständen des ASB und kann als Monitor, Defibrillator und Schrittmacher eingesetzt werden. Damit wird das Rettungsschiff „Lifeline“ ausgestattet, welches von Malta aus im Mittelmeer operiert und bereits bei seiner ersten Mission im September letzten Jahres 287 Menschen das Leben rettete. Leon van Bömmel, der im letzten Jahr selber mit an Bord des Schiffes war, berichtete von vielen traurigen und dramatischen Situationen bei den bisher fünf Einsätzen im Jahr 2017. Wobei es laut van Bömmel auch etliche schöne Momente gab wie unter anderem die Geburt eines Babys an Bord des Schiffes oder die große Dankbarkeit der Menschen, die gerettet wurden und auf dem Schiff in sicherer Umgebung meist das erste Mal seit Monaten zur Ruhe kamen. Insgesamt 549 Menschenleben wurden bei den ersten Einsätzen von den ehrenamtlich tätigen Crewmitgliedern des Schiffes gerettet und viele weitere sollen es bei weiteren Einsätzen vor der libyschen Küste noch werden. Mit dem neuen Rettungssystem wird an Bord des Schiffes einer der zwei Schiffsambulanzen ergänzend ausgerüstet. „Das ist für uns ein großer Schritt nach vorne, denn wir erreichen damit das Niveau eines gut ausgestatteten Intensivmobils“, erklärt van Bömmel. Um die Rettungseinsätze gewährleisten zu können braucht der Verein „Mission Lifeline“ weitere Unterstützung. Unter anderem für die Anschaffung eines dringend benötigten Beatmungsgerätes. Informationen aber auch die Bankverbindung des Spendenkontos findet man auf der Homepage www.mission-lifeline.de.