Einheitliche Gleichstellung der ehrenamtlichen Samariter

Viele Firmen unterstützen die Freistellung ihrer Mitarbeiter

Der Arbeiter-Samariter-Bund fordert die bundesweit einheitliche Gleichstellung von ehrenamtlich Engagierten im Bevölkerungsschutz. Diese Kampagne des ASB-Bundesverbandes fordert die Gleichstellung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz mit der Feuerwehr und dem THW, die vom Arbeitgeber für ihr ehrenamtliches Engagement freigestellt werden müssen. „Der Einsatz der freiwillig Engagierten ist unverzichtbar für Zivil- und Katastrophenschutz.

Samariterin Julia Mehlau war das Gesicht der Kampagne für die einheitliche Gleichstellung der ehrenamtlichen Helfer.

Foto: ASB

Daher müssen Sie die Möglichkeit erhalten, Beruf, Arbeit und freiwilliges Engagement zu vereinbaren, denn momentan müssen freiwillige Helferinnen und Helfer für Einsätze, Übungen und Ausbildungen Urlaub oder Freistellungen beantragen“, erklärt ASB-Ehrenamtsleiter Jörg Brockhoff. Auch die ehrenamtlichen Helfer des Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Hannover-Land/Schaumburg (ASB) unterstützen diese Forderung und die Samariterin Julia Mehlau hat der Kampagne sogar auf einem Plakat ein Gesicht gegeben. Julia Mehlau setzt sich seit über 15 Jahren für den Bevölkerungsschutz und die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ein und ist für ihr Engagement im Kreisverband Anfang 2020 mit dem Samariter Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet worden. Auch etliche Vorgesetzte der ehrenamtlich engagierten Samariter des Kreisverbandes wissen um die Dringlichkeit der Freistellung und zeigen sich größtenteils solidarisch. „Die Flutkatastrophe im Juli hat noch einmal die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement gezeigt. Wir als Vodafone GmbH wertschätzen jeden einzelnen Mitarbeiter*innen, die sich ehrenamtlich betätigten. Dabei halten wir uns an die gesetzlichen Vorgaben und setzen diese um. Darüber hinaus unterstützen wir Mitarbeitende in ihrem freiwilligen sozialen Engagement und ermöglichen Freistellungen beziehungsweise Urlaubnahmen, wenn dies mit der beruflichen Tätigkeit vereinbar ist“, erklärt Christoph Völkel, Director Business North Vodafone Business und Vorgesetzter vom SEG-Zugführer Dirk Meinberg aus Barsinghausen. Dirk Meinberg ist seit dem Jahr 2000 im Katastrophenschutz tätig und hat sich dabei als Gruppenführer und später als Zugführer in vielen Dienststunden verdient gemacht. Besonderes Engagement zeigte Meinberg bei der Ausarbeitung der ASB-Landesübung 2017. Und wurde im Jahr 2020 mit dem Samariter-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.