Große Resonanz nach Kurspause

Erste-Hilfe-Kurse laufen wieder

Ob Erste-Hilfe-Grundausbildung, -Fortbildung, bei Kindernotfällen, am Hund oder im Betrieb – Das Portfolio an Kursen beim ASB ist breit gefächert. Und das ist auch gut so, denn immer noch leisten in Deutschland zu wenige Menschen im Notfall Soforthilfe. Dabei kann schnelles, beherztes Handeln Leben retten.

Foto: Sven Grabe/ASB

Umso erfreulicher ist es, dass nach dem Corona-Lockdown und der dadurch bedingten Kurspause das Interesse am Angebot des Kreisverbandes derzeit offenbar groß ist: „Unsere angebotenen Kurse werden sehr gut angenommen und die kommenden Monate sind schon fast ausgebucht“, berichtet Christoph Kaul, Aus- und Fortbildungsleiter beim ASB-Kreisverband Hannover-Land Schaumburg. Es heißt also schnell sein und bei Interesse einen der begehrten Plätze buchen. Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen finden die Kurse derzeit nur in Barsinghausen statt und es gelten weiterhin folgende Einschränkungen:

Alle Interessierten müssen sich über die Internetseite www.asb-hannoverland-shg.de/Erste-Hilfe, telefonisch unter (05105) 7700-67 oder per Mail an ausbildung(at)asb-hannoverland-shg.de voranmelden. Bei akuten Erkältungszeichen, Krankheitsgefühl oder angeordneter Quarantäne darf nicht am Lehrgang teilgenommen werden. Um die Sicherheit aller zu gewährleisten, ist die Teilnahme nur mit negativem Corona-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, möglich. Genesene und Durchgeimpfte sind von dem Schnelltest befreit. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen müssen einen eigenen Stift mitbringen sowie eine medizinische Maske während der Schulung tragen. Weiterhin müssen die Hygienevorschriften vor Ort beachtet und eingehalten werden.

Die Kurse erstrecken sich in der Regel über einen Schulungstag. ASB-Mitglieder erhalten einen Kurs im Jahr kostenfrei.

Im Ernstfall kann jeder Leben retten

Der Kollaps des dänischen Nationalspielers Christian Eriksen im EM-Spiel gegen Finnland und seine Wiederbelebung durch das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte hat es noch einmal eindrücklich vor Augen geführt: Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand geht es um Sekunden. Bereits nach drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff sterben erste Nervenzellen im Gehirn ab. Knapp 70.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an einem plötzlichen Herztod. Viele von ihnen könnten noch leben, wenn jemand rechtzeitig eine Herzdruckmassage gemacht hätte. Es braucht dazu keine speziellen Kenntnisse und keiner muss Angst haben, etwas falsch zu machen. Und: Es funktioniert auch ohne Mund-zu-Mund-Beatmung. Hier eine kurze Anleitung für Soforthilfe und Reanimierung:

1.      Ansprechen und Atmung kontrollieren

2.      Atemwege frei machen und Kopf nach hinten strecken

3.      Notruf 112 wählen

4.      Oberkörper frei machen

5.      Herzdruckmassage beginnen

Hierzu mit durchgestreckten Armen die linke über die rechte Hand platzieren und diese in der Mitte des Brustkorbs mit dem Ballen auflegen. Dann fünf bis sechs Zentimeter tief drücken, etwa 100 Mal pro Minute. Das funktioniert besonders gut mit dem Rhythmus des Bee Gees-Songs „Staying Alive“ im Kopf. Es kann passieren, dass dabei eine Rippe bricht, aber diese heilt auch wieder. So lange weiterdrücken, bis der Patient oder die Patientin zu sich kommt oder der Notarztwagen da ist. Sollte sich in der Nähe ein AED-Gerät befinden, erhöht dies die Überlebenschance deutlich durch eine frühzeitige Defibrillation noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes.

Wer sich zunächst nicht traut, mit der Herzdruckmassage zu beginnen, kann die 112 wählen. Das Personal der Leitstellen leitet Ersthelfer per Telefon an und erklärt genau, was zu tun ist. Denn: In einer Notsituation ist fast alles besser, als nichts zu tun.