Der Spaß kommt nicht zu kurz

Jugendliche Samariter messen sich mit den Besten

Jetzt sollte es schnell gehen - Nach einem simulierten Autounfall galt es offene Brüche und Schnittverletzungen zu versorgen. Diese und vier weitere simulierte Notfallsituationen erwartete die rund 250 Teilnehmer des 27. Bundesjugendwettbewerbs der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ), der in das alle zwei Jahre stattfindende Bundesjugendtreffen eingebettet wurde.

ASJ-Leiterin Nadine Brockhoff (zweite v. li.) gratuliert den Jugendlichen zur erfolgreichen Teilnahme am  Bundesjugendwettbewerb der Arbeiter-Samariter-Jugend

ASJ-Leiterin Nadine Brockhoff (zweite v. li.) gratuliert den Jugendlichen zur erfolgreichen Teilnahme am Bundesjugendwettbewerb der Arbeiter-Samariter-Jugend

In diesem Jahr fand das Treffen auf dem Gelände des Tagungszentrums auf dem Michelsberg bei Bad Überkingen (Baden-Württemberg) statt. Bei dem Wettbewerb messen Gruppen aus ganz Deutschland über das Wochenende ihre Fähigkeit zu schneller Hilfe in einem Notfall. Der Bundessieger nimmt am europäischen Wettbewerb Ende August teil.

Die Teilnehmer des Bundesjugendwettbewerbs sind die Gewinner der jeweiligen Landeswettbewerbe der ASJ. Die Gruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes Kreisverband Hannover-Land/Schaumburg (ASB) mit ASJlern aus Bückeburg und Barsinghausen nahm in der Kategorie Jugend teil. Die vier Samariter im Alter von 13 bis 21 Jahren mussten fünf Stationen mit unterschiedlichsten Aufgaben durchlaufen. Einmal muss eine Herz-Wiederbelebung an einer Puppe gemacht werden. Ein anderes Mal sind zwei Skaterinnen mit ihren Longboards zusammengeknallt und haben blutende Platzwunden und einen Armbruch davongetragen. An der nächsten Station wurde ein Herzinfarkt an einer Bushaltestelle simuliert. „Es geht auch immer darum, die Meldekette in Gang zu setzen“, erklärt der Bundesjugendvorsitzende Simon Dagne. Der ASB-Nachwuchs muss also nicht nur helfen, sondern auch einen korrekten Notruf absetzen. „Die Verletzungen sehen richtig echt aus“, sagte Dagne, so auch beim Haushaltsunfall. Beim Teekochen hat sich eine Frau mit kochendem Wasser an den Unterarmen verbrüht. „Das sind Dinge, die passieren auch in der Wirklichkeit“, betont ASJ-Leiterin Nadine Brockhoff. Die Jugendlichen waren von dem Wettbewerb und den Herausforderungen begeistert. „Ich fand den Autounfall am anspruchsvollsten“, sagte Samariter Lars Schnitzler aus Barsinghausen im Anschluss an die Wettbewerbe. Der 20-Jährige ist wie sein Teamkollege Leon Rosolleck bereits seit Jahren Mitglied beim ASB und freut sich über die Teamleistung. Um den Spaß während des Wettbewerbs mit den teils drastischen Verletzungsdarstellungen nicht zu kurz kommen zu lassen, wurden zwischen die fünf Unfallsituationen lustige Geschicklichkeitsspiele eingebaut, die für gute Laune sorgen. Mit einem soliden zehnten Platz im Mittelfeld aller Teilnehmer traf die Gruppe am Sonntag nach vier Tagen Spaß, Aktion und vielen neuen Bekanntschaften im Gepäck wohlbehalten am Standort ein, sodass Nadine Brockhoff als ASJ-Leiterin allen Samaritern noch persönlich gratulieren konnte.